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Wirkungsweise

Grundlagen

Sonnenschutzgläser verhindern eine zu starke Sonneneinstrahlung in den Raum und damit eine übermäßige Aufheizung der Raumluft. Mit einer ausgeprägten Sonnenschutzverglasung können Innenraumtemperaturen dauerhaft gesenkt und Überschreitungen der thermischen Behaglichkeitsgrenze von 26 Grad im Raum um 60 Prozent reduziert werden. Oder mit einfachen Worten: wenn es bei der Verwendung von Standard-Isolierglas an zehn Tagen zu Temperaturen oberhalb 26 Grad kommt, so ist es mit einem effizienten Sonnenschutzglas nur an vier Tagen zur heiß in der Wohnung bzw. im Büro.

Man unterscheidet gefärbtes und/oder beschichtetes Sonnenschutzglas. Je nach Einfärbung und Art und Dicke der Beschichtung weisen Sonnenschutzgläser eine unterschiedliche Sonnenschutzwirkung auf. Für optimale bauphysikalische und visuelle Eigenschaften wird die Beschichtung in der Regel auf der Innenseite angebracht, mit der Ausnahme bestimmter Hard-Coatings bei Gläsern, die auch auf der Außenseite der Außenscheibe beschichtet werden können (z. B. bei SGG CLIMAPLUS ANTELIO silber).

Wirkungsweise

Grundsätzlich ist die Wirksamkeit eines Sonnenschutzes abhängig vom Nutzerverhalten, der Anbringung und Hinterlüftung des Sonnenschutzes, dem Abstand von der Verglasung und der Art der Verglasung. Je nach Ausrichtung und Bauweise des Gebäudes werden unterschiedliche Anforderungen an Sonnenschutz durch Glas gestellt. Der Grad der Sonnenschutzwirkung wird durch den Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) bestimmt. Die Gesamtenergie setzt sich zusammen aus der Sonnenenergie, die direkt durch das Glas in das Innere des Raumes gelangt, und der Energie, die bei Glaserwärmung nach innen abgegeben wird. Je kleiner der g-Wert, desto höher ist die Sonnenschutzwirkung. Der g-Wert von modernen Sonnenschutzgläsern liegt im Bereich zwischen 0,25 und 0,48, die Werte von Wärmeschutzisolierverglasungen liegen zwischen 0,6 und 0,63. Diese besitzen einen niedrigen Wärmedurchlass, damit die Wärme an kalten Tagen nicht entweicht. Der Wärmedurchlass wird durch den Wärmedurchgangskoeffizienten Ug beschrieben.

Vorzüge und Einschränkungen

Vorzüge

  • sehr niedrige g-Werte möglich (<0,2)
  • preiswert
  • einfache Reinigung
  • Einsatz auch bei großen Gebäudehöhen und Windlasten möglich
  • großformatige Fassaden realisierbar
  • bietet gleichzeitig sehr gute Wärmedämmung
  • Zusatzfunktionen wie Schallschutz, Einbruchschutz, Selbstreinigung problemlos integrierbar
  • geeignet für denkmalgeschützte Bauten
  • viele Gestaltungsmöglichkeiten
  • permanent wirksam
  • lässt freie Sicht nach außen zu
  • schützt die Umwelt
  • hält den Raum hell

Einschränkungen

  • kein Blendschutz, kein Sichtschutz
  • bei entsprechend niedrigen g-Werten „Verdunkelung“ des Raumes
  • keine Anpassung an Nutzerbedürfnisse

Hier können Sie sich Videos zur Wirkungsweise von Sonnenschutzglas ansehen:

video/mpeg Krabben [5.2 MB]

video/mpeg sunban ad [5.5 MB]


Sonnenschutzglas gibt es auch mit Zusatzfunktionen, wie dieser Film zeigt:

video/x-ms-wmv Toobad [1.1 MB]

 

Erläuterung Ug-Wert und g-Wert